Vier Tage bei unseren Tierschutzpartnern „ASPA Norișor“ in Rumänien
Vom 5. bis 8. Oktober waren wir in Rumänien, um Dorin und Adelina von der Organisation „Norișor“ zu besuchen und uns vor Ort ein Bild von ihrer Arbeit zu machen.
Wir arbeiten schon länger mit den beiden zusammen und wissen, wie viel sie jeden Tag für die Hunde leisten. Trotzdem ist es immer wieder etwas anderes, selbst vor Ort zu sein, die Hunde zu sehen, mit anzupacken und sich persönlich auszutauschen.
Wir hatten vier intensive Tage mit vielen schönen Begegnungen, aber auch Momenten, die uns sehr beschäftigt haben. Wir haben viel gesehen, viel gesprochen und jede Menge Eindrücke mit nach Hause genommen.
Was wir in diesen vier Tagen erlebt haben, möchten wir hier mit euch teilen:
Tag 1 – Ankommen und Kennenlernen
Am 5. Oktober ging es für uns nach Rumänien. Nach unserer Anreise machten wir uns auf den Weg zu Dorin und Adelina, um die beiden und ihre Hunde endlich persönlich kennenzulernen. Natürlich wurden erst einmal ausgiebig die Hunde begrüßt und gestreichelt. Anschließend hatten wir Zeit, uns mit Dorin und Adelina auszutauschen, mehr über ihre Arbeit zu erfahren und über die kommenden Tage zu sprechen. Ein schöner und entspannter Auftakt unserer Reise, bevor es am nächsten Morgen richtig losging.
Tag 2 – Mittendrin im Alltag auf dem Tierschutzhof
Am nächsten Morgen ging es wieder zu Dorin und Adelina. Dort wurde schon früh eine große Futterspende von Tierheim Tierfutter angeliefert. Darüber haben wir uns riesig gefreut, denn die beiden versorgen auf ihrem Tierschutzhof rund 80 Hunde. Da kommt jeden Tag einiges an Futter zusammen!
Den restlichen Tag haben wir uns viel Zeit für die Hunde genommen. Wir wollten möglichst viele von ihnen besser kennenlernen und herausfinden, wie sie sich gegenüber Menschen und anderen Hunden verhalten. Das ist für unsere Vermittlungsarbeit besonders wichtig, denn schließlich möchten wir für jeden Hund ein Zuhause finden, das auch wirklich zu ihm passt.
Zwischendurch haben wir natürlich auch mit angepackt, die Hunde gefüttert, Kennels gereinigt und sind mit einigen Hunden ein Stück an der Leine gelaufen. Und die vielen Streicheleinheiten durften selbstverständlich auch nicht fehlen.
Adelina hat für uns gekocht, mit frischem Gemüse aus ihrem eigenen Garten. Es war schön, zwischendurch gemeinsam am Tisch zu sitzen, zu erzählen und sich auszutauschen.
Zurück im Hotel war der Tag für uns allerdings noch nicht vorbei. Die vielen Fotos und Videos mussten gesichtet und sortiert, Social-Media-Storys erstellt und unser Team in Deutschland auf den neuesten Stand gebracht werden. Und natürlich haben wir auch noch lange über all das gesprochen, was wir an diesem Tag erlebt und gesehen hatten.
Tag 3 – Kastrationen, die Leben retten können
Am dritten Tag stand eine Kastrationskampagne auf dem Programm. Gemeinsam mit Dorin waren wir schon früh unterwegs, um Straßenhunde einzusammeln und zum Tierarzt zu bringen. Fünf Hunde haben wir an diesem Morgen begleitet. Wir durften bei den Operationen dabei sein und haben noch einmal ganz unmittelbar erlebt, wie wichtig diese Arbeit ist. Besonders die Schicksale zweier Hündinnen haben uns sehr beschäftigt.
Nachdem die Hunde ihre Narkose überstanden hatten und wieder fit genug waren, ging es für die meisten zurück auf die Straße. Das war für uns nicht leicht mit anzusehen. Am liebsten hätten wir sie alle mitgenommen. Aber auch das gehört leider zur Realität des Tierschutzes in Rumänien. Wir können nicht jeden Straßenhund aufnehmen und ihm ein Zuhause geben. Doch mit jeder Kastration verhindern wir, dass weitere ungewollte Welpen geboren werden, die oft schon von klein auf ums Überleben kämpfen müssen. Und manchmal kann eine Kastration sogar das Leben eines Hundes retten.
Am Abend waren wir gemeinsam mit unseren rumänischen Tierschutzpartnern essen. Nach diesem langen und emotionalen Tag tat es gut, zusammenzusitzen, zu reden und die vielen Eindrücke erst einmal sacken zu lassen. Zurück im Hotel wurden dann wieder Fotos und Videos gesichtet, Beiträge und Storys vorbereitet und mit unserem Team in Deutschland gesprochen.
Ein langer Tag, der uns viel abverlangt hat und uns noch einmal deutlich gemacht hat, wie wichtig die Arbeit unserer Tierschutzpartner vor Ort ist.
Tag 4 – Ein letzter Tag voller Eindrücke
Auch unser letzter Tag in Rumänien war noch einmal gut gefüllt. Wir wollten die verbleibende Zeit nutzen, um möglichst viel mit Dorin und Adelina zu besprechen, uns um die Hunde zu kümmern und uns auch mögliche zukünftige Projekte anzuschauen.
Dazu gehörte auch der Besuch eines Grundstücks, das Dorin und Adelina von der Gemeinde kostenlos zur Verfügung gestellt werden soll. Hier könnte in Zukunft ein neuer Shelter entstehen. Noch ist nichts entschieden, aber natürlich wäre das eine tolle Möglichkeit, um die Unterbringung und Versorgung der Hunde langfristig zu verbessern.
Anschließend haben wir noch einmal viel Zeit mit den Hunden verbracht. Einige von ihnen waren uns in den vergangenen Tagen schon richtig ans Herz gewachsen. Umso schwerer fiel es, sich langsam auf den Abschied einzustellen.
Besonders beeindruckt hat uns, was Dorin und Adelina jeden Tag für die Tiere leisten. Wir wussten natürlich schon vorher, wie engagiert die beiden sind. Aber selbst vor Ort zu erleben, wie viel Arbeit, Verantwortung und persönlicher Einsatz dahinterstecken, ist noch einmal etwas ganz anderes. Wir sind voller Respekt und Wertschätzung für das, was die beiden tagtäglich leisten.
Beim gemeinsamen Abendessen haben wir die vergangenen Tage noch einmal Revue passieren lassen. Es gab viel zu erzählen, wir haben Ideen gesammelt und darüber gesprochen, wie wir Dorin und Adelina auch in Zukunft unterstützen können.
Zurück im Hotel blieb nicht mehr viel Zeit zum Schlafen. Schon um 2:30 Uhr klingelte der Wecker und es hieß Abschied nehmen von Rumänien.
Neue Hundehütten dank euch!
Dank einiger lieber Spender können bei Dorin und Adelina neue Holzhütten für die Hunde entstehen. Dorin baut die Hütten selbst und bei unserem Besuch konnten wir sehen, dass die ersten bereits im Bau sind. So bekommen die Hunde einen geschützten Rückzugsort.
An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei allen bedanken, die unsere Arbeit und die unserer Tierschutzpartner vor Ort unterstützen. Ohne euch und eure Hilfe wäre vieles von dem, was wir für die Hunde tun können, gar nicht möglich.

Fazit
Vier intensive Tage lagen hinter uns. Wir haben viel gesehen, viel gelernt, gemeinsam gelacht, aber auch Situationen erlebt, die uns traurig und nachdenklich gemacht haben.
Wir sind mit vielen Eindrücken und neuen Ideen nach Hause gefahren. Vor allem aber mit der Gewissheit, dass wir mit Dorin und Adelina zwei wunderbare Tierschutzpartner an unserer Seite haben, mit denen wir auch in Zukunft viel bewegen möchten.
Und dabei hoffen wir natürlich auch weiterhin auf eure Unterstützung. Denn nur gemeinsam können wir den Hunden vor Ort helfen und Dorin und Adelina bei ihrer wichtigen Arbeit zur Seite stehen.
Unsere Reise ist zwar zu Ende, aber unsere gemeinsame Tierschutzarbeit geht weiter.
































