Am 17.10.2022 erhielten unsere spanischen Tierschutzkollegen abends gegen 20 Uhr einen Notruf der Guardia Civil. In einem Straßengraben lag eine verletzte Hündin, die ihre Hinterläufe nicht mehr bewegen konnte. Vermutlich wurde sie angefahren und brauchte dringend Hilfe. Sie fuhren hin und fanden – Luna.
Die Helfer luden die schwerverletzte Hündin vorsichtig in ihr Auto und brachten sie in die Tierklinik in León. Es war bereits 23 Uhr , als Luna als Notfall in die Klinik eingeliefert wurde. Sie hatte kaum Gefühl in ihren Hinterbeinen und konnte nicht selbstständig urinieren. Nach mehreren Untersuchungen durch die dortigen Tierärzte und einem MRT gab es Grund zur Hoffnung. Die Heilungschancen standen gut, aber eine Garantie wollte keiner geben und es war klar, dass die freundliche Riesin lange Zeit der Fürsorge und Rehabilitation bedurfte. Lunas Wirbelsäule war schwerverletzt, aber sie hat die Operation überlebt. Nach einigen Tagen absoluter Ruhe konnte mit Physiotherapie begonnen werden. Unsere tapfere Luna kämpfte sich Stück für Stück zurück ins Leben. Geblieben ist eine Inkontinenz, da die Hündin den Schließmuskel nicht mehr kontrollieren kann. Deshalb muss ihre Blase 3 x täglich manuell entleert werden, um Infektionen zu vermeiden.
Keiner vermisste sie. Da sie keinen Microchip trug und auch niemand nach ihr fragte, mussten die Tierschützer Lunas Behandlungskosten übernehmen.
Luna hat nun wieder jede Menge Lebensfreude. Alle täglich anstehenden Behandlungen erträgt sie klaglos und zeigt sich sehr dankbar.
Diese liebe Seele lebt jetzt als vollwertiges Familienmitglied in einer spanischen Pflegefamilie. Die monatlichen Kosten für sie betragen 100€.
Wir würden uns freuen, wenn wir für die geduldige und freundliche Luna Paten finden würden, damit unsere Tierschutzkollegen etwas entlastet werden.