Willi wurde von einer Frau gefunden, als er alleine durch ein Dorf lief. Um seinen Hals trug er eine Kette – und
schnell wurde klar, dass Willi dringend Hilfe brauchte. Die Kette war bereits teilweise mit seinem Hals
verwachsen, die Wunde stark entzündet und auch Maden hatten sich dort bereits eingenistet.
Ob Willi sich selbst von der Kette losreißen konnte oder sie schlussendlich durchtrennt wurde, wissen wir
leider nicht. Wir können uns jedoch vorstellen, wie sein bisheriges Leben ausgesehen haben muss.
Kettenhaltung ist in Rumänien leider keine Seltenheit.
Unsere Partner Dorin und Adelina handelten sofort und brachten Willi zum Tierarzt. Die Wunde wurde operativ
versorgt und Willi befindet sich nun bei den beiden auf dem Grundstück. Dort muss die Wunde weiterhin
kontrolliert und versorgt werden.
Auch im Umgang mit Menschen zeigt Willi momentan noch, dass er vieles erst kennenlernen muss. Während
er Frauen gegenüber Kontakt aufnimmt, hält er zu Männern aktuell lieber Abstand.
Im Moment steht für Willi erst einmal seine Genesung im Vordergrund.
Die Wunde muss weiterhin kontrolliert und versorgt werden, damit sie gut verheilen kann. Nach allem, was er erlebt haben muss, möchten wir ihm die nötige Zeit geben, um anzukommen und sich von der Operation zu erholen.
Gleichzeitig möchten wir Willi in Ruhe kennenlernen und beobachten, wie er sich entwickelt. Noch können wir
nicht einschätzen, wie er sich mit der Zeit zeigen wird. Kontakt mit Artgenossen, sowie positiver Kontakt mit
Menschen scheinen ihm fremd.
Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr Willi auf seinem Weg unterstützen möchtet. Die Operation seiner
schweren Halsverletzung hat bereits 300 € gekostet und auch für die weitere Versorgung der Wunde
entstehen Kosten. Jede Spende hilft uns dabei, Willi die Behandlung zu ermöglichen, die er braucht.